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Akkordeonklänge zum Abschied der METEOR III

Nicht alle Tage führt eine Konzertreise zu einem Forschungsschiff. Am Montag, dem 29.06.2026, begann für das Akkordeon-Orchester Kaltenkirchen eine ganz besondere Fahrt nach Emden. Gemeinsam mit dem Kieler Akkordeon-Orchester durften wir die Verabschiedung der METEOR III, eines der bedeutendsten deutschen Forschungsschiffe, musikalisch begleiten.

Nach 40 erfolgreichen Jahren im Dienst der deutschen Meeresforschung wurde die METEOR III in Emden außer Dienst gestellt. Rund 400 geladene Gäste, darunter ehemalige Besatzungsmitglieder, Forschende und Wegbegleiter, nahmen an der feierlichen Verabschiedung teil.

Gegen 10 Uhr holte uns der Bus aus Kiel in Kaltenkirchen ab. Nach rund fünf Stunden Fahrt erreichten wir den Emder Hafen. Dort bot sich uns ein beeindruckender Anblick: Direkt am Kai lag die METEOR III, die erst am Vortag von ihrer letzten Forschungsreise zurückgekehrt war. Unmittelbar davor war ein großes Festzelt aufgebaut, in dem wenig später die Verabschiedung stattfinden sollte.

Bis zu unserem Auftritt blieb noch etwas Zeit zum Einspielen. Ab 16:00 Uhr sorgten wir dann für den musikalischen Empfang der eintreffenden Gäste. Anschließend begleiteten wir den offiziellen Festakt und unterstrichen die einzelnen Programmpunkte mit passend ausgewählten Musikstücken.

Für einen besonderen Augenblick während des musikalischen Empfangs sorgte ein junger Zuhörer. Gemeinsam mit seinem Vater hatte er unserer Musik gelauscht und kam spontan auf unseren Dirigenten zu, um sich Santiano zu wünschen. Seine Freude war groß, als wir ihm diesen Wunsch tatsächlich erfüllen konnten – gut, dass wir das Santiano-Medley erst vor Kurzem in unser Repertoire aufgenommen hatten.

Nach unserem musikalischen Einsatz hatten wir die Gelegenheit, die METEOR III an Bord zu besichtigen und das Forschungsschiff aus nächster Nähe kennenzulernen. Mehr als 200 Forschungsreisen haben das Schiff über die Weltmeere geführt und es zu einer wichtigen Plattform der deutschen Meeresforschung gemacht.

Anschließend blieb noch Zeit für Gespräche und einen gemeinsamen Ausklang, bevor es gegen 20 Uhr wieder Richtung Heimat ging. Nach einem langen, aber gelungenen Tag kehrten wir mit vielen Eindrücken nach Kaltenkirchen zurück.

Die Konzertreise nach Emden mit dem Kieler Akkordeon-Orchester wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben. Die langjährige Verbindung beider Orchester durch unseren gemeinsamen Dirigenten und musikalischen Leiter Karsten Schnack machte diesen Auftritt möglich. So entstand trotz der besonderen akustischen Bedingungen im Festzelt durch das Zusammenspiel von über 30 Akkordeonspielerinnen und -spielern ein eindrucksvoller Klang.